Gezeiten

Im Abstand von 7 Tagen habe ich die selbe Stelle der Themse zur selben Zeit fotografiert.

Barnes Bridge am 2017-05-23 17:59 GMT

Barnes Bridge am 2017-05-23 17:59 GMT

Barnes Bridge am 2017-05-30 17:57 GMT

Barnes Bridge am 2017-05-30 17:57 GMT

Der Wasserstand zwischen beiden Bildern ist recht verschieden (als Maßstab kann eine Person auf der Brücke, welche in beiden Bildern zu sehen ist, dienen). Hervorgerufen wird der Unterschied nicht von Regen, sondern einzig von den Gezeiten. Ich vermute, die Aufnahmen sind beide nah am niedrigsten und höchsten Wasserstand entstanden. Beim zweiten Bild reichte das Wasser fast bis an den Pfad, welcher an der Themse entlang führt, heran.

Allerdings sind es nicht zwei aufeinander folgende Gezeiten, zwischen beiden Aufnahmen liegen 13 weitere Hoch- und Niedrigwasser.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Towerbridge, nochmal

Mit dem letzten Besuch haben wir die Towerbridge von anderen Blickwinkeln sich öffnen und schließen sehen. Zum einem habe ich sie zum ersten Mal im Hellen in Aktion gesehen.

Towerbridge bei typischen Londoner Wetter

Towerbridge bei typischen Londoner Wetter

Es war einiges los auf dem Fluss an dem Tag. Über Ostern haben sich besonders viele Touristen nach London aufgemacht.

Das zweite Mal sahen wir sie von oben. Zufälligerweise haben wir genau zur richtigen Zeit das Museum besucht und uns auch einen Platz auf dem Glasboden sichern können.

Öffnen der Towerbridge, gesehen vom Glasboden der Fußgängerbrücken (die schwarzen Punkte sind vom Glas)

Öffnen der Towerbridge, gesehen vom Glasboden der Fußgängerbrücken (die schwarzen Punkte sind vom Glas)

Ein Schiff passiert die geöffnete Towerbridge. Gesehen von den Fußgängerbrücken oberhalb der Brücke

Ein Schiff passiert die geöffnete Towerbridge. Gesehen von den Fußgängerbrücken oberhalb der Brücke

Die geöffnete Brücken von oben zu sehen war ein guter Zufall. Insgesamt haben wir über 3 Stunden im Museum verbracht, es war auch beim zweiten Mal sehr interessant.

Die Themse sieht sehr braun aus. Das ist sie auch, allerdings weniger wegen menschlicher Verschmutzung (die gibt es auch zuhauf, aber beeinflusst weniger die Farbe), sondern aufgrund von vielen Schwebstoffen im Wasser. Auf einer Länge von 160 km (von Teddington bis zur Mündung) zeigt die Themse Gezeiten und je nach Mondphase ist der Höhenunterschied über 7 Meter (in London). Das bedeutet, dass bei Flut jede Menge Wasser den Fluss nach oben fließt, welches dann bei Ebbe wieder abfließen muss. Zwischen Hoch- und Niedrigwasser liegen 6.25 Stunden, was bedeutet, dass das Wasser im Mittel mit 25 km/h fließen muss, damit es von der Mündung bis nach Teddington kommt (real ist es etwas weniger, da der Fluss ja auch noch selber fließt) und genauso schnell muss es auch wieder abfließen. An den Brückenpfeilern kann man die Strömung auch gut sehen. Aufgrund der permanenten schnellen Wasserbewegung bleiben die Schwebeteilchen im Wasser gelöst und können sich nicht absetzen, dadurch wird das Wasser trüb.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Umzug

50 Wochen ist es her, dass ich nach Großbritannien gezogen bin. Zumindest seit dem habe ich einen Mietvertrag hier, der Großteil meiner Sachen kamen erst ein paar Wochen später an. Der Mietvertrag war für ein Jahr befristet so dass wir vor ein paar Wochen entscheiden mussten, wie es weiter geht: Verlängern des Mietvertrages oder nicht. Das Leben mit unserer gemeinsamen Mitbewohnerin war nicht immer einfach und sie hatte schon im Dezember geäußert, dass sie gerne Umziehen würde (bzw. umgezogen wäre, wenn der Vertrag nicht noch so lange gehen würde). Das war ein Punkt gegen das Verlängern. Zusätzlich hatte ich Ende Februar ein recht positives Gespräch über ein astronomisches Projekt, welches so aus klang, als ob es innerhalb von zwei Monaten starten würde (es hat länger gedauert, letzte Woche war gerade Mal die Bewerbungsfrist zu ende). Da die Stelle außerhalb von London ist, war das ein weiterer Punkt fürs nicht-Verlängern.

Trotz dass die Stelle nicht sicher ist (es ist ein ganz normales Bewerbungsverfahren) und wir die aktuelle Wohnung mögen, haben wir uns daher gegen das Verlängern des Vertrages entschieden. Und faszinierenderweise unsere Mitbewohnerin damit total überrascht.

Da sich Dinge dann langsamer entwickelten als gedacht, haben wir uns in der Gegend wo wir wohnen etwas für einen kürzeren Zeitraum gesucht. Das ist gar nicht so einfach, da Verträge für gewöhnlich ein Jahr sind, im besten Fall 6 Monate. Deswegen war recht früh klar geworden, dass es wohl doch noch nichts Eigenes wird und wir weiter WG-Erfahrung sammeln werden. Dort sind kürzere Verträge für gewöhnlich kein Problem. Nach einem kleineren Problem scheint jetzt alles zu laufen und hoffentlich werden wir nächstes Wochenende umziehen können. Es ist nicht zu weit, es geht von Southfields nach Parsons Green und da die Wohnungen hier oft möbeliert sind, ist es auch fast nur der Teil in den Schränken, der bewegt werden muss. Aber es wäre trotzdem schöner gewesen, diese (Zwischen-) Station auslassen zu können, Kisten füllen nimmt doch einiges an Zeit ein.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Das falsche Mittel

Wie bekommt man den Stöpsel in den Abfluss?

Wie bekommt man den Stöpsel in den Abfluss?

Das passiert, wenn man beim Baden zu viel Potenzmedikamente verwendet. Dann ist die Kette, die den Stöpsel hält komplett gerade ausgestreckt.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Seven Sisters

Eine Woche nachdem der Besuch von Anfang April sich zurück nach Hause aufgemacht hatte, besuchte uns schon die nächste Reisegruppe. Diese übernachten jedoch nicht im WG-Gästezimmer (Da meine Mitbewohnerin (Die Mitbewohnerin welche fast immer mitgemeint ist, wenn hier im Text irgendwo „wir“ oder „uns“ steht (zusätzlich teilen wir die Wohnung mit einer weiteren Person)) und ich ein Zimmer teilen, hat die WG ein Gästezimmer, was sehr praktisch ist) sondern hatten vorher ihre eigene Unterkunft gebucht.

Über die Osterfeiertage unternahmen wir daher wieder eine ganze Menge. Unter anderem ging es für einen Tag ans Meer. Erst mit dem Zug nach Eastbourne und von dort mit dem Bus in den Nationalpark von Seven Sisters  (sieben Schwestern) bis zum Birling Gap, wo wir am Strand im windgeschützten Bereich bei recht angenehmen Temperaturen unser Picknick machten. Beim Birling Gap sind die Klippen nur etwa 10 Meter hoch, so dass man dort eine Treppe nach unten an den Strand gebaut hat.

Anhand der Personen im Bild kann man die Höhe der Klippen bei den Seven Sisters abschätzen. Ich selber stehe oben, ein paar Meter neben der Abbruchkante.

Anhand der Personen im Bild kann man die Höhe der Klippen bei den Seven Sisters abschätzen. Ich selber stehe oben, ein paar Meter neben der Abbruchkante.

Vom Birling Gap wanderten wir durch den Nationalpark der Seven Sisters zurück nach Eastbourne. Da der Weg immer paar Meter neben der Abbruchkante entlang führt und die Landschaft hügelig ist (200m zwischen Hügel und Tal), haben wir am Ende doch einiges an Höhenmetern zurück gelegt. Am Ostersamstag waren doch einige Leute unterwegs, wie man an den Fotos sieht.

Landschaft bei den Seven Sisters. Da hin und wieder etwas Material von der Steilküste abbricht, bleiben zum einen die Felsen schön weiß, zum andern rutschen Straßen und Wege aber immer weiter an die Kante heran.

Landschaft bei den Seven Sisters. Da hin und wieder etwas Material von der Steilküste abbricht, bleiben zum einen die Felsen schön weiß, zum andern rutschen Straßen und Wege aber immer weiter an die Kante heran.

Vom höchsten Punk bei 200m hatte man einen schönen Blick zurück. Zusätzlich kam die Sonne raus.

Der Nationalpark von Seven Sisters

Der Nationalpark von Seven Sisters

Am Ende der Wanderung war die Landschaft etwas weniger steil und erinnerte mich von Vegetation und Landschaft an Gegenden Deutschlands mit Kalkstein, wie das Altmühltal, Teile des Donautals und das Saaletal.

Blick Richtung Eastbourne

Blick Richtung Eastbourne

Die Kreidefelsen von Dover sind etwas bekannter (Hand hoch, wer schon mal etwas von den Seven Sisters gehört hat), aber nach dem einem Tag kann ich sagen, dass die Sieben Schwestern definitiv ein schönes Reiseziel sind. Beim nächsten Mal werde ich noch die andere Richtung vom Birling Gap aus erkunden und Richtung Seaford zurück zum Zug wandern.

Veröffentlicht unter Allgemein, Auf Reisen, Großbritanien | 1 Kommentar

Bunt, sonnig und warm

Dank der milden Temperaturen startet der Frühling in England etwas eher als in den meisten Gegenden des deutschsprachigen Raumes. Dadurch gab es auch schon Anfang April viel in Kew Garden zu sehen. Für die Narzissenblühte waren wir sogar zu spät, die Narzissen waren schon verblüht. Da unser Besuch am Abend ein Flugzeug erwischen wollte, haben wir den Vormittag und Mittag für Kew genutzt. Gleich zu Beginn, als es draußen noch kühler war, waren wir im Tropenhaus, wo es für mein Empfinden sogar etwas zu warm war. Aber nichtsdestotrotz gab es viel zu sehen, so dass wir ein ganze Weile drinnen waren. Danach verbrachten wir die Zeit draußen in der Sonne, picknickten  auf der Wiese und spazierten einige Meter durch den Garten.

2017-04-06_12-55-55_IMG_25182017-04-06_11-58-58_IMG_24942017-04-06_11-12-36_IMG_23592017-04-06_12-11-40_IMG_2499

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Sonnenuntergang in Greenwich

Anfang April haben wir auch Greenwich besucht. Wie zu erwarten, war es ein schöner und interessanter Tag mit vielen Dingen, die wir neu lernten (und nochmals lernten, der letzte Besuch war ja schon etwas her). Die Messung der geographischen Länge war sehr aufwendig vor 300 Jahren. Allerdings extrem wichtig um die Position in Ost und West zu bestimmen. Das Museum erklärt gut die Notwendigkeit der Messungen und die verschiedenen Herangehensweisen.

Im Anschluss haben wir uns noch ein wenig den Frühling im Greenwich Park angeschaut und sind auch diesmal wieder unter der Themse drunter durch gelaufen. Von beiden Uferseiten gab es tolle Ansichten des Sonnenuntergangs.

Am Themseufer neben der Cutty Sark: Die Sonne schaut hinter Wolken heraus

Am Themseufer neben der Cutty Sark: Die Sonne schaut hinter Wolken heraus

Panorama über das Old Royal Navy College, Greenwich Park, Observatorium Greenwich und die Cutty Sark. (anklicken zum Vergrößern)

Panorama über das Old Royal Navy College, Greenwich Park, Observatorium Greenwich und die Cutty Sark. (anklicken zum Vergrößern)

Observatorium Greenwich hinter dem Old Royal Navy College und Queens House

Observatorium Greenwich hinter dem Old Royal Navy College und Queens House

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen